Politik


Brandbrief an unsere Kunden

 

 

Schopfloch, den 01. Juli 2021

 

 Sehr geehrte Kunden,

 

leider hat sich der Stahl Markt bedingt durch die Schließung der Häfen in China weiter verschärft.

 

Wir befinden uns weiter in der Situation, dass wir von keinem der europäischen Marktführer des Stahlhandels einen verbindlichen Liefertermin bestätigt bekommen. Die von uns mit den Lieferanten geschlossenen Rahmenverträge wurden seitens der Liefranten bis auf Weiteres ausgesetzt.

 

Damit ist uns weiterhin jegliche Planungssicherheit genommen.

 

Die Preisentwicklung:

 

Für alle Bestellungen, die uns nach von heute den 01. Juli 2021 erreichen rechnen wir mit

 

einer Preisanpassung nach oben in Höhe von mindestens 35% auf den aktuellen Katalogpreis.

 

Die Lieferfristen:

 

Für alle Bestellungen, die nach dem 16. Juli 2021 eingehen können wir keine verbindliche

 

Aussage in Bezug auf die Lieferfrist machen. Dies betrifft im Besonderen alle

 

Schweißteile, da hier auch Fremdleistungen involviert sind. Unsere Verzinker musste seinerseits wegen Rohstoffmangels den Betrieb ebenfalls drosseln. Auch hier erhalten wir derzeit keine verbindlichen Lieferfristen mehr.

 

Bestellungen, welche keine Schweißteile sind können voraussichtlich zum ende September 2021 ausgeliefert werden.

 

Unsere Erreichbarkeit:

 

Wir werden voraussichtlich den gesamten Juli 2021 in Kurzarbeit sein. Unsere Erreichbarkeit ist aus diesem Grund stark eingeschränkt.

 

Vom 01. August 2021 bis einschließlich 21. Augusst 2021 haben wir Betriebsferien.

 

Bitte wenden Sie sich per Mail oder Fax unter info@lust-gmbh.de/ Fax 07443 5513 an uns. Wir werden uns so bald als möglich mit Ihnen in Verbindung setzen.

 

Über alle weiteren Änderungen werden wir Sie umgehend über unsere Homepage Rubrik „Politik“ informieren

https://www.lust-gmbh.de/politik/.

 

Wir bedauern diesen von uns nicht zu verantwortenden Umstand und die für Sie damit verbundenen Unannehmlichkeiten.

 

Gleichwohl hoffen wir, dass Sie uns weiter gewogen bleiben und bedanken uns sehr herzlich bereits im Voraus für Ihr Verständnis und Ihre Bereitschaft uns weiter die Treue zu halten.

 

Mit den besten Wünschen für Sie, Ihre Familien und Ihren Betrieb verbleibt

 

Petra Meng

Geschäftsführende Gesellschafterin

 

 

 

 


1. Alles auf Anfang

Die Regierung degradiert den Bürger zum Objekt politischen Handelns und hat sich vom Menschenwürde-Gebot des Grundgesetzes verabschiedet.

 

Sie verfügen, dass wir im Sommer eine Stunde früher aufstehen müssen als im Winter. Sie verbieten Glühbirnen alten Typs, befehlen, dass wir in jedem Zimmer einen Rauchmelder installieren und für ein Fernsehprogramm zahlen, das wir nicht nutzen. Sie berauben uns eines Großteils unserer Einkünfte, um es in die Rüstung zu stecken, und bestimmen, mit welcher Geschwindigkeit wir Auto fahren dürfen. Seit 2020 verbieten sie uns, Geschäfte zu betreten, ohne die untere Gesichtshälfte mit einem Stück Stoff zu verdecken, das uns zur Selbstvergiftung zwingt.

Sie sind Menschen wie du und ich mit Gliedmaßen wie wir, Schwächen und menschlichen Bedürfnissen wie wir, nicht unbedingt klüger, kompetenter und charakterstärker als wir. Aber sie haben uns eines voraus: Macht. Auch wenn es den Anschein hat, dass sie so gut wie alles mit uns machen können — eine derartige absolute Verfügungsgewalt ist in unserer Rechtsordnung nicht vorgesehen. Der Staat hat den Bürgerinnen und Bürgern zu dienen und ihre Menschenwürde — individuell und aktiv — zu schützen. Verletzt er diese Pflicht, wie es in Coronazeiten geschieht, ist dies Anmaßung. Es ist wichtig, dass wir den zunehmend übergriffig werdenden Staat in seine Schranken verweisen.

Beinahe ein volles Jahr befindet sich die Gesellschaft nun in einem Ausnahmezustand. Als „Schutzmaßnahmen“ deklariert, versetzten die politisch Verantwortlichen mit medialer Unterstützung die Menschen in einen traumatisierenden Dauerpanikmodus. Nicht fahrlässig, sondern — wie sich mittlerweile offenbarte — vorsätzlich. Denn mit Ausrufung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite sollte laut Strategiepapier des Innenministeriums mit dem folgendem Szenario absichtlich eine Schockwirkung in der Bevölkerung erzielt werden:

„ (…) Viele Schwerkranke werden von ihren Angehörigen ins Krankenhaus gebracht, aber abgewiesen, und sterben qualvoll um Luft ringend zu Hause. (…) Kinder werden sich leicht anstecken, selbst bei Ausgangsbeschränkungen, zum Beispiel bei den Nachbarskindern. Wenn sie dann ihre Eltern anstecken, und einer davon qualvoll zu Hause stirbt und sie das Gefühl haben, schuld daran zu sein, weil sie zum Beispiel vergessen haben, sich nach dem Spielen die Hände zu waschen, ist es das Schrecklichste, was ein Kind je erleben kann.“

Schützenhilfe erhält diese psychische Gewalteinwirkung nunmehr auch vom Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts. Eine „sehr große Bedrohungslage“ läge seiner Meinung nach weiterhin vor — trotz fundierter und mittlerweile öffentlich zugänglicher Informationen zu anderslautenden Gegenbeweisen. Dem Mäßigkeitsgebot zuwider holt er in der Rheinischen Post weiter aus: Ein kritischer Teil der Bevölkerung verharmlose mit einem Diktaturvergleich die Naziherrschaft, „was absurd und bösartig sei.“

Dieses medienwirksam abgelegte Zeugnis über die fehlende richterliche Unabhängigkeit und bestehende Befangenheit des obersten Gerichts irritiert und stimmt betroffen zugleich, untermauert in der Konsequenz aber die dringende Forderung nach einer gebotenen Reform der Justiz hin zu einer wirklichen Unabhängigkeit und Mitmenschlichkeit. Denn auch in der Richterschaft brachte die Coronakrise eine ungesunde politische Einfärbung hervor.

Eine zukünftige demokratische Besetzung ausschließlich nach der fachlichen und persönlichen Eignung könnte den offenkundig ungesunden — wohl historisch gewachsenen (1) — Machtbestrebungen in der Richterschaft und dem Justizwesen entgegenwirken und in der Folge auch die Glaubwürdigkeit der Judikative und die Integrität des obersten Verfassungsgerichts wieder bestärken und herstellen. Denn keine Machtinteressen, sondern die Grundrechte gelten für Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht (2).

Staatliche Übergriffigkeit und politische Anmaßung

Diese aktuell vorherrschende, die Gewaltenteilung kontaminierende politische Übergriffigkeit und Machtanmaßung liegt jedoch nicht nur im Großen. Sie beginnt bereits im Kleinen. Im Alltäglichen. Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum eine Anschnallpflicht besteht? Warum Sie Steuerbelastungen auferlegt bekommen, obwohl Sie auf den verwendeten Zweck keinen Einfluss und ineffiziente Steuerverschwendungen keine oder nur in seltensten Fällen Konsequenzen für die politisch Verantwortlichen haben? Warum eine allgemeine Schulpflicht festgelegt wurde, obwohl das der Wortlaut des Grundgesetzes gar nicht vorsieht?

Auch hier dienen der behauptete staatliche Schutz und die Fürsorge der Rechtfertigung von Maßnahmen, die es aber in einer freien Gesellschaft nicht geben sollte, da sie tatsächlich übergriffig sind.

Die individuelle Selbstbestimmung ist Ausgangspunkt unseres Grundgesetzes und sollte mithin Grundlage unseres freiheitlichen Zusammenlebens sein. Dreh- und Angelpunkt des verfassungsrechtlichen Menschenbildes ist der in der Menschenwürde angelegte und in den einzelnen Grundrechten bereichsspezifisch ausgeformte Grundsatz individueller Selbstbestimmung und Eigenverantwortung. Wie der Einzelne individuelle Freiheit hierbei nutzen möchte, obliegt ihm selbst, ist also staatlicherseits zweckfrei. Grundrechtliche Freiheit ist rechtlich nicht finalisiert, sie ruht in sich selbst (3).

Grundrechtliche Freiheit bedeutet „Freiheit zur Beliebigkeit“ (4), ist Freiheit zum „Selbstentwurf des Menschen nach seinem Willen“ (5), also erst vom einzelnen Subjekt durch individuelle Sinngebung auszufüllen. Der Einzelne wird nur solchen Schranken unterworfen, die im Interesse des sozialen Zusammenlebens erforderlich sind, wobei immer die Eigenständigkeit der Person erhalten bleibt (6).

Den Staat trifft demnach nicht nur das Verbot, in die grundrechtlich geschützten Rechtsgüter einzugreifen, sondern er hat darüber hinaus auch die Pflicht, sich aktiv schützend vor diese Rechtsgüter zu stellen.

Beispiele, dass es sich hierbei mittlerweile tatsächlich oftmals nur um Deckmäntel handelt, finden sich jedoch gehäuft. Etwa die ebenfalls sehr kritisch zu bewertende zunehmende Privatisierung von staatlichen Aufgaben — insbesondere in der Daseinsvorsorge.

Die Transformation der staatlichen Fürsorgeverpflichtung in eine privatwirtschaftliche Gewinnerzielungsabsicht kontaminiert das Sozialstaatsprinzip und begründet unmittelbar eine Schwächung und Aushöhlung des Grundrechtsschutzes der Bürger. Denn eine Privatisierung verkürzt nicht selten die Handlungsfreiheit; gegen Private schützen die Grundrechte darüber hinaus grundsätzlich nicht unmittelbar.

Wo die Schutzpflicht des Staates hingegen übergriffig von den politisch Verantwortlichen wahrgenommen wird, gleicht sie — zugespitzt in der Coronakrise — Repressalien und Gewaltakten. Denn im Ergebnis erzeugt sie irreparable menschliche, soziale und wirtschaftliche Schäden, während der angestrebte Zweck — der Schutz von Leib und Leben für eine Vielzahl von Menschen — schon längst gegen die Verfolgung politischer Interessen ausgetauscht wurde. Und nicht nur das: Diese politischen und die dahinterstehenden wirtschaftlichen Interessen richten sich mittlerweile gegen genau das, was sie angeblich zu beschützen versuchen.

Volksgesundheit über Menschenwürde als Mittel zum Zweck

Diese These — die schädigende Umkehr des staatlichen Schutzauftrages — lässt sich an der Maskenpflicht und der Impfagenda klar verdeutlichen. Die allgemeine Maskenpflicht ist nicht, wie auch teilweise gerichtlich festgestellt wird, nur ein geringer Eingriff in die persönliche Freiheit — und eine körperliche Beeinträchtigung des Trägers müsse sogar dargelegt werden (7) —, sondern sie transformiert den Menschen vom Subjekt zum Objekt staatlichen Handelns.

Die Auferlegung einer Maskenpflicht sogar für gesunde Menschen missachtet nicht nur die Beweislastregelungen, sondern führt im Ergebnis dazu, dass ein gesunder Mensch per se wie ein ansteckender Infektionsherd und eine Gefahr für andere behandelt wird. Sie pervertiert die Menschenwürde und die Unschuldsvermutung, denn als Ansteckungsverdächtiger und somit als Adressat von Maßnahmen kam bislang nicht jeder gesunde Mensch in Betracht, sondern nur derjenige, bei dem die Annahme, er habe Krankheitserreger aufgenommen, wahrscheinlicher ist als das Gegenteil (8).

Zudem muss eine Erkrankung vorliegen, die aufgrund ihrer Schwere und der Anzahl der Todesfälle weit über das Maß einer grippalen Viruserkrankung hinausgeht. Der entscheidende Punkt ist aber: Eine Maskenpflicht begründet unstreitig und unmittelbar durch CO2-Rückatmung, Sauerstoffentzug und Keimbelastung eine Gesundheitsgefährdung beim Träger. Insbesondere die staatlich zur Verfügung gestellten FFP2-Masken sind zudem oftmals mit Giftstoffen versehen. Dahinstehen kann hierbei, ob eine Maskenpflicht überhaupt wirksamen Schutz vor Viren bieten kann, denn entscheidend ist, dass keine staatliche Maßnahme in ihrer Folge zu einer genötigten Selbstschädigung führen darf.

Gleiches gilt für die — mittlerweile durch psychische Gewaltanwendung bei Älteren — durchgeführte Impfung. Abgesehen davon, dass die Gabe von in kürzester Zeit hergestelltem, neuartigem Impfstoff in Notzulassung als verantwortungslos zu bewerten ist, birgt eine Impfung stets die Gefahr einer schweren unvorhersehbaren Nebenwirkung.

Da diese nicht ausgeschlossen werden kann, kann es ebenfalls dahinstehen, ob die Gefahr gering oder das zu bekämpfende Virus für eine Vielzahl von Menschen gefährlich ist:

Nicht die Volksgesundheit oder das Volkswohl ist das höchste Gut unseres Grundgesetzes und Grundlage unseres Zusammenlebens, sondern die individuelle Menschenwürde.

Sie verbietet es, dass ein Mensch zum bloßen Objekt staatlichen Handelns gemacht wird, und ist insbesondere dort verletzt, wo der Kern eines jeden Grundrechts angegriffen wird. Denn jedes Grundrecht hat einen unverletzbaren Kern, in den der Staat nicht eingreifen darf (9). Dieser ist aber insbesondere bei dem Recht auf körperliche Unversehrtheit verletzt, wenn staatliche Maßnahmen dem Betroffenen eine eigene Gesundheitsgefährdung — quasi als Bürgeropfer — abverlangen.

Zeit für (Selbst)verantwortung

Festzuhalten bleibt aber auch, dass eine gesunde Gesellschaft zu Recht Vertrauen in die politischen Verantwortlichen haben darf und sollte. Krisenbedingt in Solidarität zusammenhalten ist essenziell für ein friedliches Zusammenleben. Das Vertrauen muss aber dann entzogen werden, wenn es — wie in der Coronakrise — zu einem Machtmissbrauch kommt, es in der Sache nicht mehr um Fürsorge, Gesundheit und Verantwortung, sondern um Macht und Kontrolle geht: über den Menschen, seine Verantwortung sich selbst und der Gesellschaft gegenüber und letztlich über seinen Tod.

Denn bei der Ansteckungsgefahr mit einem influenzaartigen Virus und einem daraus resultierenden möglichen Todeseintritt handelt es sich um ein allgemeines Lebensrisiko, dessen Eingehung allein dem Einzelnen obliegt. So verlockend das propagandagetriebene Angebot der Verantwortungsabnahme auch scheint, führt es im Ergebnis in die Unfreiheit und in die Selbst- und Fremdschädigung.

So dürfte nur derjenige, dem es gelingt, Selbstverantwortung zu übernehmen, der der Übergriffigkeit Grenzen zu setzen weiß, die Krisensituation unversehrt meistern können.

Oder anders ausgedrückt:

So sehr wir auch versuchen, das Gefühl der anfänglichen Geborgenheit in einem anderen zu finden.

Ihm vertrauen.

Vertrauen versuchen.

Um festzustellen, dass alles nur eine Illusion ist, die — zu schön — zu schnell vorübergeht.

Und wir wieder auf der Suche sind.

Nach dem Gefühl, nicht allein zu sein.

Und wieder vertrauen, um getragen zu werden.

Und irgendwann merken, dass das nicht funktioniert, weil — am Ende gehen wir allein.


Wirtschaftliche Auswirkungen der Corona-Lockdowns  Daten und Fakten, die von unseren Leitmedien unter den Teppich gekehrt werden.

„Wir lassen Millionen von Menschen verhungern, weil sie sich sonst mit Covid infizieren könnten“

Nach Angaben der UNO1 droht durch die weltweiten Corona-Lockdowns nach westlichem Vorbild fast der Hälfte aller Arbeitskräfte der Erde eine existenzielle Bedrohung der Lebensgrundlage. „Betroffen seien vor allem 1,6 der zwei Milliarden Menschen, die irregulärer Arbeit nachgehen, also ohne Arbeitsverträge, und die oft von der Hand in den Mund leben,“ berichtet die ILO in Genf: „Für Millionen Arbeiter bedeutet kein Einkommen kein Essen, keine Sicherheit, keine Zukunft. Millionen Unternehmen rund um die Welt können kaum atmen. Sie haben keine Ersparnisse oder Zugang zu Krediten. Dies sind die wahren Gesichter der Arbeitswelt. Wenn wir ihnen jetzt nicht helfen, werden sie einfach untergehen.“ […] Das Einkommen dieser Menschen sei im weltweiten Durchschnitt um 60 Prozent eingebrochen, in Afrika und Lateinamerika sogar um mehr als 80 Prozent.2 Der Grund: 436 Millionen Unternehmen und Selbständige weltweit sind in Branchen tätig, die besonders stark unter den Lockdown-Maßnahmen leiden. Laut Wall Street Journal wird sich 2020 die Zahl der hungernden Menschen auf der Welt von 130 auf 260 Millionen verdoppeln.3 Darunter sind erfahrungsgemäß sehr viele Kinder. Davon sterben immer ziemlich viele. Vermutlich werden wir schon dieses Jahr mehrere Millionen zusätzliche Hungertote sehen, vor allem Kinder, vor allem Mädchen, vor allem Schwarze und Farbige. Der Grund: Die Covid-Lockdown-Maßnahmen, die von dem Vorbild westliche Welt ausgingen und unhinterfragt in den meisten Ländern der Dritten Welt übernommen wurden. Zum Vergleich: Die Zahl der Corona-Toten weltweit liegt momentan bei knapp 0,6 Millionen.4 Das Durchschnitts- und Medianalter der offiziell an oder mit Covid Gestorbenen liegt über 80, die meisten Covid-Toten waren mehrfach schwer vorerkrankt. Die Hungertoten in der Dritten Welt dagegen sind häufig sehr jung, es betrifft vor allem Kinder. Vermutlich werden über hundertmal so viele Lebensjahre durch die freiheitsberaubenden Covid-Restriktionen zerstört als gerettet. Ein sehr aufrichtiger Journalist brachte kürzlich den Sachverhalt gut auf den Punkt: „Auf keinen Fall hätten wir Corona-Gläubigen voraussehen können, dass diese Tagelöhner, Wanderarbeiter, Straßenhändler und sonstigen krass-prekär Beschäftigten des informellen Sektors in der Dritten Welt nach wenigen Tagen Ausgangssperre hungern würden. Wir können doch deshalb die Corona-Ausnahmezustandsmaßnahmen nicht aufheben. Nein, dann stürben doch die armen Verhungernden an Corona. Bevor die an Corona sterben, ist es besser die verhungern. Hauptsache die sterben nicht an Corona.“5 Ein Beispiel: In Indien brachen Exporte und Importe im April 2020 gegenüber dem Vorjahr um 60 Prozent ein, im Mai waren es 37 (Exporte) und 51 Prozent (Importe). Es wurden etwa 100 Millionen Inder durch die Covid-Lockdowns in die Arbeitslosigkeit geschickt.6 36 Länder der Dritten Welt stehen laut Wall Street Journal vor starken Schuldenproblemen. In Banksprache: Die Bonität vieler Bonds wackelt. Ich war sieben Jahre Investment Banker und denke, diese Finanzprobleme werden für einige Länder und viele hundert Millionen Menschen übel ausgehen. Denn die Weltkonjunktur und damit Gewinne und Cash Flows, also die Fähigkeit, Schulden zurückzuzahlen, geht in den Keller, die ausstehenden Schulden bleiben jedoch bestehen, genauer: sie schießen momentan sogar nach oben. Das kann schwerlich ohne Schuldenausfall, Schuldenschnitt, Schuldenverzicht oder Insolvenzen funktionieren. Diese führen häufig zu Finanzkrisen, Währungsturbulenzen und Import-/ Export-Problemen in den betroffenen Ländern. Begleitet wird das meistens von hoher Arbeitslosigkeit, Armut, Elend und sozialen Unruhen. Der Grund für die kommende Bondkrise: Corona-Lockdowns weltweit nach westlichem, nach unserem Vorbild. Dadurch produzieren wir in den armen Ländern dieser Welt Elend, Leid und Tod in ungeheurem Ausmaß. Die Situation in den USA: Von 21. März bis 4. Juli 2020 haben sich in den USA 50 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet.7 Die offizielle Arbeitslosenrate lag im Juni 2020 bei 11,1, die Jugendarbeitslosigkeit bei 20,7 Prozent.8 Fachleute weisen allerdings darauf hin, dass die offizielle Arbeitslosenquote zu niedrig wiedergegeben wird. Laut Wall Street Journal fanden im Mai in den USA über 30 Prozent der 16-19-Jährigen keinen Job. Besonders hart betroffen: Schwarze. Ende April 2020 waren in den USA etwa 40 Prozent der US-Haushalte mit Kindern unter 13 „food insecure“, das heißt, die befragten Mütter wussten nicht, wie sie ihre Kinder ernähren sollen. Der Anteil der Mütter mit Kindern unter 13, die berichteten, dass das eingekaufte Essen nicht reicht, erhöhte sich durch den Lockdown um 170 Prozent gegenüber 2018.9 Einer der Gründe: Schon vor der derzeitigen Lockdown-induzierten Wirtschaftsdepression waren die Vermögen der untersten 20 Prozent der US-Haushalte – zwischen 2007 und 2019 – laut Wall Street Journal um etwa ein Drittel gefallen, ihre Einkommen waren in diesen 12 Jahren real um 2 Prozent zurückgegangen.10 Dann kam der Lockdown. Er hat das unterste Fünftel der US-Bevölkerung entsprechend hart erwischt, vor allem die Minderheiten, die Schwarzen und die Farbigen. Im unteren Viertel der US-Bevölkerung ist die Arbeitslosenquote laut Wall Street Journal mit über 30 Prozent sehr viel höher als im Landesdurchschnitt, weil die unqualifizierten Tätigkeiten häufig sehr service-orientiert sind und dort wenig home office möglich ist. Ein Blick nach Deutschland: Die offizielle Arbeitslosenrate lag im Mai bei 3,9 Prozent. Das entspricht 2,85 Millionen Menschen.11 Dazu kamen im April (neuere Daten liegen leider nicht vor) 6,8 Millionen Menschen in Kurzarbeit.12 Das waren insgesamt also etwa 9,7 Millionen Arbeitnehmer von insgesamt ungefähr 45 Millionen Beschäftigten bei uns. Also mehr als 21 Prozent der Arbeitnehmer haben im April nicht normal, nicht voll oder gar nicht gearbeitet. Allerdings sind das alles letztlich nur Schätzungen. Laut der arbeitgebernahen Denkfabrik Agenda Austria beliefen sich Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit zusammen in Deutschland im April auf 30 Prozent. Zum Vergleich: In Schweden auf 14 Prozent.13 In Baden-Württemberg war im April jedes vierte Produktionsunternehmen geschlossen. Die Auftragseingänge der Industrie sind von Januar bis April gegenüber dem Vorjahr deutschlandweit um 38 Prozent gesunken. Im Mai lagen sie um 29 Prozent unter Vorjahr. In der Automobilindustrie waren die Auftragseingänge im April 47 Prozent unter dem Niveau von Februar 2020.14 Das verheißt für die kommenden Monate nichts Gutes auf dem Arbeitsmarkt. Daimler gab am 11.7. bekannt, dass 15.000 Stellen abgebaut würden.15 Exporte und Importe sind bis Mai 2020 implodiert.16 Die meisten Menschen in unserem Land haben nach meiner Einschätzung noch nicht realisiert, dass die eigentliche Krise den Arbeitsmarkt erst in den kommenden Monaten in voller Wucht erfassen und einige Jahre dauern wird. Viele Menschen werden durch das Kurzarbeitergeld in der Illusion gewiegt, dass bald alles wieder normal sein wird. Kurzarbeitergeld – so sinnvoll diese Maßnahme auch ist – ist aus psychologischer Sicht gewissermaßen Opium für die Arbeitnehmer. Sie werden dadurch über den eigentlichen Ernst der Lage betäubt. Viele Menschen glauben immer noch an eine Art V-Aufschwung, steil bergab mit der Konjunktur und dann wieder steil bergauf, und haben Angst vor einer „zweiten Welle“ bei Corona-Infektionen. Das ist in meinen Augen völlig absurd. Eine „zweite Welle“ ist für die große Mehrheit der Menschen, für über 80 Prozent laut Johns Hopkins University17, nämlich junge, gesunde, nicht multimorbid Vorerkrankte, weitgehend harmlos, genauso wie die erste Welle. Nicht aber der kommende Absturz am Arbeitsmarkt. Vor dem könnten die Menschen zu Recht Angst haben. Die Angst ist vollkommen fehlgelenkt. Und das ist kein Zufall, sondern gewollt und bewusst herbeigeführt, denn davon profitieren einige Finanzakteure in gigantischem Ausmaß.18 Die Fehleinschätzung über die künftige wirtschaftliche Entwicklung geht hauptsächlich von den Ökonomen aus. Mit wenigen Ausnahmen, z.B. dem Leiter des ifo-Instituts, unterschätzten die allermeisten Mainstream-Ökonomen ebenso wie 2007 vollkommen das Ausmaß der aktuellen Krise. Der Grund dafür ist meiner Meinung nach, dass die zu Grunde liegenden mathematischen ökonomischen Modelle auf falschen, schädlichen, ideologischen Grundannahmen aufbauen und daher bestimmte gefährliche strukturelle Fehlentwicklungen nicht erkennen können.19 Das ist, wie wenn man eine Brille mit Milchglas für bestimmte Fragestellungen auf hätte. Ein paar Beispiele: Der Internationale Währungsfonds prognostizierte am 20.3.2020 für Italien einen BIP-Rückgang 2020 von 0,6 Prozent.20 Mittlerweile liegt die Schrumpfungsschätzung bei über 10 Prozent. Am 4.4.2020 rechnete der IWF mit einer Schrumpfung des Welt-BIP von drei Prozent.21 Auch das ist mittlerweile überholt. Unsere Wirtschaftsweisen, der Sachverständigenrat, rechnete am 30.3. mit einem BIP-Rückgang in Deutschland von 2,8 Prozent, „gefolgt von einem raschen Aufschwung“. Der Abschwung werde keinesfalls so schlimm sein wie der von 2009. „Es gebe „keine massiven strukturellen Verwerfungen“.22 Das ist in meinen Augen eine absolute Fehlprognose. Die Wirtschaftsweisen haben bereits bei der Krise 2007-2009 gänzlich danebengelegen. Der Titel eines Artikels in der konservativen Schweizer NZZ am 13.3.2020 ist sehr zutreffend: „Blinde Ökonomen“. Allerdings waren die Ökonomen der NZZ in ihren Analysen und Prognosen auch nicht besser als andere. Gerade sie haben eine besonders dicke Milchglas-Brille mit den neoliberalen Ökonomie-Dogmen auf. Aus den führenden US-Großbanken kommen mittlerweile andere Töne. „Unsere Einschätzung zu Länge und Tiefe des Wirtschaftsabschwungs hat sich gravierend verschlechtert“ wurde am 14.7.2020 der Chef der US-Großbank Wells Fargo, Charles Scharf, im Wall Street Journal zitiert. Die drei Großbanken JPMorgan Chase, Citigroup und Wells Fargo haben mittlerweile 83 Milliarden Dollar Vorsorge für erwartete Kreditausfälle getroffen. Der Chef von JPMorgan Chase, James Dimon wurde im selben Artikel des Wall Street Journal mit den Worten zitiert: „Dies ist keine normale Rezession. Der eigentliche Abschwung kommt erst noch.“23 Das deutet auf den eigentlichen Kern der Sache hin: Das ist keine normale Rezession, sondern etwas GANZ ANDERES. Nicht umsonst saß JPMorgan Chase schon bei Beginn der Krise auf über 2000 Milliarden Dollar Cash. Meiner Einschätzung nach hat James Dimon, ebenso wie einige andere Akteure an der Wall Street KEINE Milchglas-Brille auf, sondern sieht die kommenden Entwicklungen SEHR klar. Je mehr die große Menge der Ökonomen irrt und diese Irrtümer in den großen Medien verbreitet werden, umso bessere Geschäfte kann man machen, wenn man weiß, wohin die Reise IN WIRKLICHKEIT geht. Zuletzt sei noch auf den Vergleich mit Schweden hingewiesen, der zeigt, dass die schwedische Wirtschaft durch ihre gemäßigte Corona-Politik ungleich besser fährt als die deutsche, auch wenn in den meisten Leitmedien ständig das Gegenteil der Wahrheit berichtet wird. Das Wirtschaftswachstum in Deutschland betrug im ersten Quartal 2020 minus 2,3% gegenüber dem Vorjahr, in Schweden plus 0,4%.24 Die Autokäufe verzeichneten in Deutschland einen dramatischen Einbruch in den Monaten März-Juni, in Schweden gab es nur einen vergleichsweise mäßigen Rückgang, der nicht halb so stark war wie in Deutschland. Die Importe, die ein guter Indikator für die Binnennachfrage sind, erlebten in Deutschland einen dramatischen Einbruch, sie fielen zurück auf das Niveau von 2014, in Schweden fielen sie längst nicht so stark und ermäßigten sich auf das Niveau von 2017. Auch andere Zahlen wie Verkehrsbewegungen oder Stromverbrauch zeigen, dass Schweden ökonomisch sehr viel besser durch die Krise kam als beispielsweise Österreich25, das ähnliche Covid-Lockdown-Maßnahmen ergriff wie Deutschland. Warum habe ich diese Zahlen zusammengestellt? Weil sie in den Leitmedien systematisch – und mit systematisch meine ich bewusst, mit Absicht und geplant – unter den Teppich gekehrt und verschwiegen werden. Das hat auch einen Grund. Denn das Nicht-Beachten und Nicht-Berichten über diese Zahlen, Daten und Fakten soll das gängige Narrativ von der Notwendigkeit und Richtigkeit der grundrechtseinschränkenden Lockdown-Maßnahmen der Regierung bestätigen. Nur durch Ausklammern dieser tragischen weltweiten Entwicklungen können wir in unserem Land (sowie in zahllosen anderen Ländern) auch heute noch die zahlreichen Covid-Einschränkungen rechtfertigen: Die unmenschliche, unsinnige Masken-Pflicht, die uns ständig in Angst halten soll; die überwachende Corona-App, die uns ständig an die Gefahr erinnern soll und die zahllosen anderen noch immer zu Unrecht bestehenden freiheitseinschränkenden Reglementierungen. Diese Zahlen, Daten und Fakten zeigen, dass die in unserem Land und weltweit praktizierten freiheitseinschränkenden Covid-Maßnahmen vollkommen unverhältnismäßig waren und sind. Sie richten einen ungleich viel höheren Schaden an, als sie Nutzen stiften. Die Kur ist um ein vielfaches schlimmer als die Krankheit Corona. Ich möchte daher noch einmal den Alternativ-Journalisten Jens Wernicke, der den Sachverhalt sehr gut auf den Punkt bringt, sinngemäß zitieren: Wir lassen Millionen von Menschen verhungern, weil sie sich sonst mit Covid infizieren könnten.

Quelle: Christian Kreiß Buchtitel:Geplanter Verschleiß – Wie die Industrie uns zu immer mehr und immer schnellerem Konsum antreibt – und wie wir uns dagegen wehren können (2014)